Am ersten Adventswochenende d. J. unternahm der LC Berlin-Pariser Platz erneut seine traditionelle Adventsreise. Ziel war diesmal die Litauische Hauptstadt Vilnius.
Am ersten Adventswochenende d. J. unternahm der LC Berlin-Pariser Platz erneut
seine traditionelle Adventsreise. Ziel war diesmal die Litauische Hauptstadt Vilnius. Wie immer haben die Lions-Freunde Thomas Schaath und Monika Schaath-Fenske diese Reise in bewährter Art und Weise hervorragend organisiert. Flug, Unterkunft, Besichtigungen und Restaurantbesuche, alles klappte wie am Schnürchen. Die Reisegruppe umfasste 18 Personen und startete an einem verregneten Donnerstag, den 28. November 2024, mit Baltic Air vom Flughafen BER Richtung Vilnius. Dort am frühen Abend angekommen wurde sie von der örtlichen Reiseleitung, Frau Gabriele Zaidyte, herzlich in Empfang genommen. Auch in Vilnius herrschte ein trübes und
regnerisches Wetter, aber – dies sollte sich in den nächsten Tagen ins Positive wenden (wenn Lions reisen). Der Transfer zum Hotel Vilnia erfolgte mit dem bequemen und gut geheizten Reisebus, welcher der Gruppe samt seinem Busfahrer Josef die gesamte Dauer ihres Aufenthaltes zur Verfügung stand. Trotz der bereits herrschenden Dunkelheit konnte man einen ersten Eindruck von Vilnius gewinnen. Als die Reisegruppe schließlich das Hotel Vilnia erreichte, standen sie vor einem aus dem 19. Jahrhundert stammenden viergeschossigen Stadtpalast, dessen prächtige
Fassade noch von dem über dem Eingang thronenden mehrgeschossigen turmförmigen Erker besonders unterstrichen wird. Dort ließen die Lions bei einem Abendessen mit anregenden Gesprächen den Tag ausklingen.
Nach dem Frühstück am Freitag, den 29. November 2024, führte Reiseleiterin Gabriele die Lions, nachdem sich diese von einem Aussichtspunkt einen Überblick über Vilnius verschaffen konnten, in die Altstadt. Dieser Stadtrundgang führte zunächst zum im Zentrum der Altstadt liegenden Kathedralenplatz mit der Kathedrale Sankt Stanislaus. Dort, vor dem etwa drei Meter hohen Denkmal des Großfürsten Gediminas, informierte Frau Zaidyte über geschichtliche Fakten. Man erfuhr, dass Vilnius am 25. Januar 1323 an den Ufern der Flüsse Neris und Vilnia gegründet wurde. Vor diesem Ereignis sei, so die Sage, ein Traum des Großfürsten Gediminas vorausgegangen, als dieser nach einer erfolgreichen Jagd mit seiner Jagdgesellschaft auf einem Hügel am Fluss Neris sein Nachtlager aufschlug. In diesem Traum erschien Gediminas ein auf dem Hügel stehender großer eiserner Wolf. Der Traum wurde von den heidnischen Priestern so gedeutet, dass der eiserne Wolf die Burg symbolisierte, die Gediminas auf diesem Hügel erbauen sollte.
Gediminas setzte diesen Traum in die Realität um. Er erbaute auf dem Hügel, auf dem er übernachtet hatte, eine Burg und nannte die Stadt am Fuße des Hügels Vilnius. Der Ort, der heute nicht mehr vorhandenen Burg ist mit drei großen in der Nacht angestrahlten Kreuzen markiert.
Weitere Stationen des Stadtrundganges waren die Mitte des 17. Jahrhunderts im barocken Stil erbaute Kirche Peter und Paul. Des Weiteren besuchten Teilnehmer der Reisegruppe die Sankt Franziskus von Assisi gewidmete prächtige Kirche. Danach durchstreifte man das Areal der Republik Uzupis, ein Hotspot der Künstlerszene von Vilnius. Die Republik Uzupis verfügt neben einer eignen Fahne
über eine eigene Verfassung, deren Text an einer etwa 40 m langen Wand auf Messingtafeln in den wichtigsten Weltsprachen ausgehängt ist.Nach einer Pause in einem gemütlichen Café, bei der die Lions spezielle litauische
Torten und Schnäpse probieren konnten, folgte ein Besuch der Universität Vilnius. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung und am Abend wohnten die Lions der Eröffnung des Weihnachtsmarktes auf dem Kathedralenplatz bei, der mit einem beeindruckenden Open Air-Konzert begleitet wurde. U.a. der „Vilnius Women’s Lions Club“ war auch mit einem Stand vertreten, auf dem vor allem Engel angeboten wurden.
Am Samstag ging es mit dem Bus bei kaltem, aber trockenem Wetter in die 35 km von Vilnius entfernte ehemalige litauische Hauptstadt Trakai, die so gar nichts Hauptstädtisches mehr an sich hatte. Eine Ausnahme bildete die im Galve-See liegende aus dem 15. Jahrhundert stammende aus rotem Ziegelstein erbaute Inselburg, die die Reisegruppe umrundete. Danach ging es in ein Lokal, wo die Teigtaschen Kibanai gereicht wurden. Hierbei handelt es sich um eine Spezialität der Karäer, einer kleinen Volksgruppe turksprachiger Juden. Auf dem Rückweg von Trakai machten die Lions einen Abstecher zum 326,47 Meter hohen Fernsehturm von Vilnius, der im Jahre 1981 eröffnet wurde und etwa auf halber Höhe über eine Aussichtsplattform mit Café verfügt. Dort oben angekommen bot sich den
Teilnehmern wegen des bedeckten Himmels nur eine beschränkte Sicht auf Vilnius. Insbesondere am Fuße des Turmes und dem näheren Umfeld säumten Plattenwohnbauten das Gelände, wohingegen man von der weiter entfernt liegenden Altstadt kaum etwas sah.
Demgegenüber war die Aussicht vom steilen unweit des Hotels Vilnia liegenden Burgberg und dem auf ihm stehenden Gediminas-Turm auch noch in der aufziehenden Dunkelheit phantastisch. Dabei handelt es sich beim Gediminas-Turm
um den Rest der Oberen Burg Vilnius.
Den Abend krönte dann ein Besuch des Restaurants Ertlio Names, in dem das junge Team die Lions an seiner Experimentierfreude teilhaben ließ.
Am Sonntag, dem ersten Advent, ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück bei strahlendem Sonnenschein mit dem Bus zum Flughafen, wo die Lions am frühen Nachmittag zum Rückflug nach Berlin starteten.
Alles in allem eine rundum gelungene Adventsreise.
Text: Leo Schulz